Bauhaus Pendelleuchte | HMB 25/300

Marianne Brandt, 1925

Gemeinsam mit Hans Przyrembel entwarf Marianne Brandt diverse Leuchten. Das war ganz im Sinne von Walter Gropius, denn Leuchten ließen sich wirtschaftlich verwerten, um die schmale Schulkasse zu füllen. Sie wurden in der eigenen Werkstatt hergestellt und in den Bauhaus-Werkstätten selbst genutzt. Ein besonders schönes Beispiel dafür ist die heute als HMB 25/300 bekannte Pendelleuchte, deren Höhe sich mit einem Pendelzug und einem Gegengewicht regulieren lässt. Ihr halbkugelförmiger Schirm trägt deutlich die Handschrift Marianne Brandts.

Zur Neufertigung der Pendelleuchten lagen TECNOLUMEN alte Kataloge mit genauen Maßangaben und zwei alte Exemplare vor, eines aus dem Besitz des Bauhaus Archivs, Berlin. Dabei stellte sich heraus, daß verschiedene Materialien und Formstücke mit unterschiedlichen Maßen verwendet wurden. So war der Schirm z.B. aus Aluminium oder aus Neusilber oder aus vernickeltem Kupferblech. Wir haben uns für die vernickelte Ausführung entschieden, da nicht eloxiertes Aluminium schnell beläuft und Neusilber (Alpacca) kaum noch hergestellt wird. Bei manchen Leuchten war der untere Rand umgebördelt, um dem Schirm eine größere Stabilität zu geben, denn es wurde an der Materialstärke gespart.

Die neuen Leuchten haben einen gerade abgeschnittenen Rand (wie auch zum Teil die alten Modelle), der Rollenzug wurde originalgetreu rekonstruiert, wie auch alle übrigen Teile. Nur die Fassung und die schwarze umsponnene Leitung entsprechen den neuen Vorschriften.

Beide Ausführungen (Schirmdurchmesser 300mm und 500mm) sind mit und ohne Rollenzug lieferbar sowie in den Oberflächen Aluminium poliert und vernickelt sowie Aluminium weiß lackiert erhältlich.

Jede Leuchte ist fortlaufend nummeriert und trägt das Signet TECNOLUMEN/BAUHAUS.

Empfohlenes Leuchtmittel: LED Lampe 8 W, matt

Varianten

HMB 25/300 Z Ni
HMB 25/300 Z W
HMB 25/300 Ni
HMB 25/300 W

Marianne Brandt

1893 – 1983
Marianne Brandt

László Moholy-Nagy erkannte schon früh ihr einzigartiges Talent. Durch ihn angeregt, studierte Brandt in der Männerdomäne Metallwerkstatt – und war erfolgreicher als manch einer ihrer Kommilitonen.

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