Aschenbecher MB 24

Marianne Brandt, 1924

Einer der frühesten Entwürfe von Marianne Brandt, gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit am Bauhaus, ist dieser Aschenbecher mit abnehmbarem Deckel von 1924. Eine Halbkugel aus Messing, die auf drei dreieckigen Füßen steht, wird durch eine vernickelte Kappe abgedeckt, die einen dreieckigen Ausschnitt für die Asche hat. Abgebildet wurde dieser Aschenbecher bereits 1925 in dem damals erschienenen Bauhaus-Buch Nr. 7 von Walter Gropius „Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten“, Albert Langen Verlag, München. Zur Ermittlung der Maße und Materialien für die Neuherstellung wurde uns freundlicherweise ein Originalexemplar aus dem Bauhaus-Museum in Berlin zur Verfügung gestellt. Der Aschenbecher „MB 24" gehört zu den Entwürfen Marianne Brandts, die die Metallwerkstatt des bauhauses aufgrund fehlender Kontakte zur Industrie mit einem Minimum der dafür erforderlichen Arbeitsteilung selbst in Kleinserien herstellte. Nach und nach fanden die Bauhäusler für viele Produkte Dauerabnehmer. Was bei vielen Metallobjekten jedoch nicht gelang, war sie, wie angestrebt, für die industrielle Produktion zu entwerfen. Ihre Herstellung blieb stets aufwendiger und teurer als die gängiger Industrieprodukte. Das ist sie noch immer, weshalb auch der formvollendete Aschenbecher nie ein Massenprodukt geworden ist.

Design:
Marianne Brandt, 1924
Material:
Messing und Messing vernickelt

Marianne Brandt

1893 – 1983
Marianne Brandt

László Moholy-Nagy erkannte schon früh ihr einzigartiges Talent. Durch ihn angeregt, studierte Brandt in der Männerdomäne Metallwerkstatt – und war erfolgreicher als manch einer ihrer Kommilitonen.

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